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RUNDBRIEF April 2026 |
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Liebe Mitglieder,
im 37. Jahr unseres Bestehens - im vierten Kriegs-jahr in der Ukraine - besteht auch weiterhin keine Möglichkeit, einen Schwesternchor aus Gorodok zu empfangen. Der Förderkreis hat jedoch ständigen Kontakt mit dem Kloster über Schwester Merkuria, unserer Dolmetscherin. So können wir unseren Mit-gliedern wenigstens jeweils im Rundbrief Aktuelles mitteilen. ln diesem Brief: Dank aus Gorodok und das Grußwort von Äbtissin Michaela zu unserem 35-jährigen Jubiläum, das jetzt bereits zwei Jahre zurückliegt, ein Kurzbericht über die Situation in Fastiv, eine seltene Ehrung des Vorsitzenden in der Ukraine und die Terminierung der nächsten Jahrestagung in Altusried. April 2025 berichtete ich über die österliche Fasten-zeit in Russland und der Ukraine, in diesem Brief über Ostern im Osten, das ,,Fest der Feste". Unabhängig davon, welchen Irrweg der Patriarch Kyrill von Russland geht, leiden die orthodoxen Gläubigen unter dieser Situation. Es ist jedoch ein gutes Zeichen, dass das Kloster in Gorodok, unbehelligt von der politischen Situation, spirituell und liturgisch sein Klosterleben und die Chorakademie wie in Friedenszeiten ausüben kann. Zumindest wird derzeit von keinen staatlichen Repressalien berichtet. Eingeschränkt sind jedoch Berufsaus-übungen in staatlichen Kindergärten, in denen viele ausgebildeten Schwestern gegen Lohn tätig waren und so zum Unterhalt des Klosters beitrugen. Umso erstaunlicher ist es, dass im Kloster und in der Filia-le in Rivne (die sich autark versorgt) über 100 Kin-der in den Sonntagsschulen unterrichtet werden können. Dennoch sind die Sorgen groß, Äbtissin Michaela lag 2025 zweimal auf der Intensivstation, 40 Schwestern, Personal und Flüchtlinge müssen versorgt werden, Heizung und Strom werden immer teurer. So konnten wir auch heuer wieder eine Winterspende in Höhe von € 10.000 überweisen. Die Schwestern bedanken sich mit Gebet und Freude. Im Glückwunschschreiben bringt Äbtissin Michaela Ihren Dank für unsere Förderkreis-Hilfe zum Ausdruck.
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Gorodok Schwester Merkuria schreibt dem Förderkreis:
,,Guten Abend Jürgen! Das Geld ist bereits in der Ukraine angekommen. Im Namen der Äbtissin und aller Schwestern danke ich herzlich für die Unterstützung. Wir wünschen dem Förderkreis viele weitere glückliche Tage, Gesundheit und Gottes Segen! Herzliche Grüße an alle unsere Freunde. Wir denken an Euch und beten für Euer Wohlergehen. Machst gut! Merkuria"
Grußwort von Äbtissin Michaela
Sehr geehrter Herr Thiemer! Sehr geehrte Mitglieder des Förderkreises der Begegnung mit Christen des Ostens!
Vom ganzen Herzen beglückwünschen wir Sie zum bedeutenden Datum - 35-jährigen Jubiläum der Gründung Ihres Förderkreises. das Sie in diesem .Jahr feiern. ln all den Jahren hat Ihr Förderkreis allen Bedürftigen geholfen und unser Kloster hat immer wieder Hilfe erhalten. 'Wir danken Herrn Gott für die Begegnung und langjährige Freundschaft mit dem Herrn Jürgen Thiemer. Die Glocke, die heute läutet und die Gläubigen zum Gottesdienst ruft, und die Ikonostase erinnern uns an all Ihre guten Taten für die Verbesserung des Klosters. Wir wünschen Ihnen allen von Herzen Gottes Segen, gute Gesundheit, Vitalität und Energie, positive Emotionen und ein langes Leben unter dem friedlichen wolkenlosen Himmel.
Mit Dankbarkeit, herzlichen Grüßen und aufrichtigen Glückwünschen Äbtissin Michaela mit Schwestemkonvent
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Fastiv Unvorstellbar, mit welch großer Energie und Gott-vertrauen die Situation in Fastiv bewältigt wird. ln den wöchentlichen Berichten auf Facebook wird ausführlich über alle Tätigkeiten berichtet, die zu erledigen sind: Organisation aller Tätigkeiten im Nah- und Fernbereich, Lebensmittel- und Kleiderbesorgungen, Ausfahren hygienischer Mittel, Decken, Betten und medizinischer Hilfen, Errichten von Wärmezelten, Bäckereien, Waschanlagen und Suppenküchen, Lieferung von Eisenöfen, Brennmaterial Gasflaschen und Fenster, Reparieren von Dächern, Wohnungen, Wasserleitungen, Versorgung der Tiere, Betreuung der Daheimgebliebenen. Die Liste ist sehr lang...... Pater Michael als Motor und seine Mithelfer, Frauen, Männer und Jugendliche aus der Stadt sind unentwegt dabei, die Not zu mindern, Entkräftete und Alte zu betreuen, und immer wieder brauchen die Kinder Fürsorge, Abwechslung und Beschäftigungen, die ablenken vom grauen Kriegsalltag. Aus diesem Grund wurden bisher über zehn Kinderfeste durchgeführt, die dankbar angenommen wurden. Nicht zu vergessen die seelsorgliche Betreuung von Schwestern und Patres und der gemeinsame Zusammenhalt im Glauben und in den Gottesdiensten. Pater Michael schreibt dankbar: ,,Dank Ihrer Unterstützung und Ihrer Mitglieder konnten wir die Zahl der Kinder erhöhen, denen wir Rehabilitationsleistungen anbieten konnten - Physio- und Ergotherapie, Musik- und segensreiche Kunsttherapien, insbesondere jetzt während des Krieges, weil die Kinder große Angst vor Beschuss und Bombardierungen haben. Wir sehnen uns nach einer Zeit des Friedens, in der wir zu unseren regulären Diensten für Kinder zurückkehren können. ln meinem Namen möchte ich allen Mitgliedern des Förderkreises für ihre Unterstützung und Großzügigkeit danken und im Namen der ,St. Martin-de-Porres-Stiftung" gleichzeitig Hans-Jürgen Thiemer beglückwünschen zur Auszeichnung als ,,Botschafter der Stiftung". Diese Auszeichnung gebe ich gerne weiter an alle Mitglieder. 2025 über-wies der Förderkreis insgesamt 15.000.- €.
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Ostern in der Ostkirche Die "Lichte Auferstehung Christi" ist der Höhepunkt des Kirchenjahres, das "Fest aller Feste", das am 12. April gefeiert wird. Die Fastenzeit, bis Ostern, dauert 7 Wochen. Sie beginnt mit den Wochen des "Pharisäers", des "Verlorenen Sohnes", des "Jüngsten Gerichts" und dem "Sonntag des Verzeihens". Er leitet die 4-wöchige Fastenzeit mit dem "Ritus des Verzeihens" ein. Nun folgen u.a. der Lazarus- und der Palmsonntag, sodann die Große Karwoche. Alle Gottesdienste in dieser "Großen Fastenwoche" enthalten liturgische Besonderheiten. Am Osterfest verändern sich auch die Gottesdienste in ihrer Gestalt und Form. Alle Texte werden jetzt gesungen, die liturgischen Gewänder und der Kirchenschmuck sind rot, die Farbe der Freude. Zu Ostern werden auch die Andachten und die Beerdigungen nach einem besonderen Ritus gehalten. Es gilt als Zeichen großer Gnade, zu Ostern zu sterben. Die zeitliche Feier des Osterfestes wurde für die gesamte, damals noch geeinte Kirche, bereits auf dem I. Ökumenischen Konzil (325 n. Chr.) festgelegt. Vom jüdischen Pesach- oder Paschafest (=Übergang vom Tod zum Leben) übernahmen die Christen den Namen. Um Mitternacht beginnt der feierliche Ostergottesdienst. Das "Grabtuch Christi" wird zum Altar getragen, der Klerus beginnt zu singen, die Türen der Ikonostase werden weit geöffnet, die Geistlichen umschreiten in einer Prozession dreimal die Kirche und besingen vor der geschlossen Kirchentüre (als Symbol des Grabsteins) die Auferstehung Christi im österlichen Hymnos. Während der Nachtfeier erklingt häufig der jetzt 40 Tage nicht verstummende Gruß "Christus ist auferstanden!" mit der Antwort der Gemeinde "Er ist wahrhaft auferstanden!" Die Osterliturgie wird über viele Stunden stehend und mit großer Anteilnahme von den Gläubigen mitgefeiert. Vor der Liturgie ist es üblich, einander dreimal zu küssen und rote Eier zu schenken. Alles, was für das Osterfest vorbereitet wird (Osterkuchen, Eier, Pascha = süße Quarkspeise), wird bereits am Karsamstag nach dem Morgengottesdienst geweiht und nach der Osterliturgie im großen Familienkreis gegessen. Ostern ist heute noch das Fest der Feste".
Der Ostergruß orthodoxer Christen: Christos voskress! - vo istinnu voskress! |
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Förderkreis der Begegnung mit Christen des Ostens e.V. Ökumene mit der orthodoxen Kirche und Stiftung für Straßenkinder Vorsitzender Thiemer Hans-Jürgen, Stiftstraße 10, 87453 Altusried, Tel.: 08374 8873 E-Mail: hjthiem@kabelmail.de – Spendenkonto: IBAN: DE20 7335 0000 0000 0296 03 www. Foerderkreis-ostkirche.de
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